Was man nicht alles erreichen wollte.. eine ganze Blase voll Hirngespinsten, die am ersten Hindernis platzte. Dies stößt bei einem Teil der Beteiligten auf Gleichgültigkeit. Sie waren nicht gewillt Arbeit oder Kraft zu investieren. Sie wollten doch nichts weiter als sich im Licht der Vorschusslorbeeren und Hoffnungen und verlogenen Zukunftsideen sonnen. Genossen es im Mittelpunkt zu stehen, dass sich das Universum um sie zu drehen schien. Das geschäftige Treiben um sie und ihre Person versetzte sie in ein wunderbares Hoch dass sie nach so manchem Rückschlag brauchten um ihr verkümmertes Ego zu puschen Doch kaum stand Arbeit im Raum um Ideen umzusetzen, zogen sich diese sogenannten „Künstler“ zurück.
„Es ist zu mühsam.“ „Ich glaube nicht mehr dran.“ "Ich hab mir das andres vorgestellt“
lauten die halbgaren Ausflüchte.
Aber auch das Projekt Linz '09 hat ein zweite Seite.
Eine Seite die daran geglaubt hatte, die wirkliche, ehrliche Arbeit investiert hat. Doch diese verhallte ungehört im leeren Herzen des Anderen.
Diese zweite Hälfte ist nun der Verlierer. Sie hatten gekämpft um nicht bloß ein billiger Abklatsch von Graz zu werden. Dabei hat sie die eine Hälfte nichts sehnlicher gewünscht. Graz war einfach, war gut, brachte der Stadt Aufschwung und nachhaltigen einen guten Ruf als Kulturstadt.
Aber Linz ist anders. Auch wenn Linz gern verändern möchte, so bleibt es doch die selbe unterkühlte Industriestadt ohne Charme die sie schon immer war. Nur versucht sie sich selbst vorzulügen, Kultur zu sein. Selbstlügen schützt vor dem Selbsteingeständnis des Versagens. Nicht Linz selbst träg Schuld daran, die Leute ohne Ideale haben es dazu gemacht.
In den Köpfen der einen wird Linz 09 bald nur noch eine dunkle Erinnerung an eine Episode voller Selbstbeweihräucherung und wunderbarem Selbstbetrug sein, in der sie ihr Gesicht gewahrt hatten, denn sie
„habens eh bald gnug gmerkt und des hingschmissen, bevors mir um de Ohren fliagt. Ma muas ja auf se selber schaun. de andern dann ma load, aber was kann denn i dafür.“
Für die andren wird Linz 09 lange Zeit einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen, der sie sehr lange daran hindern wird wieder an Projekt dieser Art zu glauben. Da es immer Menschen geben wird, die den einfachen Weg wählen um auf der für sie sicheren Seite zu stehen.
Genau diese Menschen werden sich wohl bald wieder mit der selben Halbherzigkeit an ähnlichen Projekten beteiligen, um noch mehr Menschen mit Idealen und Glauben an eine Zukunft, eines bessern zu belehren und sie zu den selben leeren, kaltherzigen Opportunisten zu machen, wie sie es sind.
Nachsatz: Diese Worte haben nur auf den ersten Blick mit unserer aktuellen Kulturhauptstadt zu tun. Ich möchte mich entschulidgen falls ich jemanden aus dem Linz '09 Team beleidigend auf den Schlips getreten bin. Die Landeshauptstadt wurde meinerseits als schäbige Metapher verwendet. Und ich beantworte gern sämtliche nun aufkommenden Fragen.

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